Über die Salinen und das Salz vom Dürrnberg
Auf dieser Seite finden Sie Kurzinformationen über:
- Die Geschichte der Salinen
- Wer sottete Salz?
- Wie wurde Sole erzeugt?
Die Geschichte der Salinen
Salinen dienten der Versottung der Sole vom Salzbergwerk am Dürrnberg.
Die Anfänge
Erstmals 1198 wurde eine Salzpfanne in "muelpach", einem Ort im Bereich einer früheren, aufgegebenen keltischen
Talsiedlung urkundlich erwähnt. Diese Ortsbezeichnung änderte sich im Laufe des 13. Jahrhunderts zu Salina,
aus dem der heutige Name der Stadt wurde: Hallein, das bedeutet kleines Hall.
Sudhäuser in der Altstadt
Die Sole wurde in Sudhäusern in großen Pfannen unter Hitze verdampft und zurück blieb das Grobsalz. Im Laufe der
Jahrhunderte entstanden so mehrere Sudhäuser in der Halleiner Altstadt wie das Colloredo-Sudhaus, das Sudhaus Werch
anstelle des heutigen Bayrhamerplatzes oder das Sudhaus Raitenau.
1850 verloren die Salinen ihre obrigkeitlichen Befugnisse und wurden reine Wirtschaftskörper der Monarchie,
zuletzt als k.u.k. alpenländische Salinen. Auf die alpenländischen Salinen entfielen in den letzten Jahren der
österreichisch-ungarischen Monarchie mit 170.000 t Salz rund 50 % der Salzproduktion der österreichischen Reichshälfte.
Neubau auf der Pernerinsel
Eine längst überfällige Rationalisierung wurde 1854/62 mit dem Bau einer leistungsfähigen Salinenanlage auf der
Pernerinsel eingeleitet. Der einseitig auf das Salzwesen ausgerichteten Ökonomie der Stadt Hallein versuchte man
in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zunehmend mit neuen Betriebsansiedlungen entgegen zu wirken.
Es entstanden z. B. ein Zementwerk, eine Zigarren- und eine Papierfabrik.
1954/55 erhielt der Salinenstandort Hallein mit der Errichtung einer modernen Thermokompressionsanlage einen
letzten Innovationsschub.
Veranstaltungsort Alte Saline
Im Jahre 1989 endet dann die Jahrtausend alte Salzgewinnung mit der Schließung der Saline und der Einstellung
der Soleproduktion auf dem Dürrnberg. Kunst und Kultur erfüllen seither die zurückgelassenen Industriestätten mit Leben,
u.a. mit Produktionen der Salzburger Festspiele, der internationalen Sommerakademie und des Halleiner Kulturforums.
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Wer sottete Salz
Die Verteilung der Halleiner Pfannen sah Ende des 13. Jahrhunderts wie folgt aus: Das Erzstift sott auf den Pfannen Werch, Zistel, Haus, Tiling, Wieting und einem Viertel Niederhofs; die Erzabtei St. Peter auf der Pfanne Tacking, das Domkapitel und das Kloster Salmansweiler auf der Pfanne Oberhof, die Klöster Nonnberg und Raitenhaslach auf der Pfanne Niederhof und die Herren von Goldegg auf der Pfanne Altgoldegg.
Wie wurde Sole erzeugt
Hatte man zu vorchristlicher Zeit das Gestein in Brocken aus dem Berg geholt, brachte das so genannte Laugverfahren,
das nun angewandt wurde, deutliche Erleichterung und höhere Ausbeute. Dabei wurden zunächst kleine Hohlräume im Berg
geschaffen, die man mit Wasser voll laufen ließ. Nach etwa drei Wochen der Auslaugung des Gesteins wurde die Sole
mit bestenfalls 26 Prozent Salzgehalt abgepumpt bzw. abgelassen und in Salzpfannen verdampft. Zurück blieb Grobsalz.
So wurden in Hallein um 1500 jährlich rund 22.000 Tonnen Salz produziert (im Vergleich: Reichenhall: 12.000 Tonnen,
Hallstatt: 11.000 Tonnen , Aussee 10.000 Tonnen und Schellenberg: 5.000 Tonnen). Vor dem Salzkrieg 1611 steigerte
Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau die Produktion auf 36.000 Tonnen. Nach der Auseinandersetzung sank aber
die jährliche Produktion auf einen Durchschnittswert von 22.000 Tonnen.
Quelle: Beiträge im Salzburgwiki mit Genehmigung des Urhebers dort (Peter Krackowizer)
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